E S S E N & G E N I E S S E N

Einfache Kürbissuppe mit Hähnchenfleisch

30. September 2018

Endlich ist er da – der Herbst! Nach diesem langen und heißen Sommer genieße ich es umso mehr, dass die Luft frischer ist, die Tage kürzer werden und alles wieder ein wenig zur Ruhe kommt. Die Farben, die der Herbst mit sich bringt, gehören für mich mit zu den schönsten überhaupt. Da wird’s einem richtig warm ums Herz. Apropos warm: zu einem richtigen Herbst gehört natürlich auch eine richtige Kürbissuppe. Wenn es draußen stürmt und regnet, ist eine warme Kürbissuppe eine richtige Wohltat.

hokkaido kürbis, einfach und lecker

Am liebsten benutze ich Hokkaido für meine Kürbissuppe. Innerhalb von zwanzig Jahren hat sich der kleine Kürbis zu den beliebtesten Gemüsesorten hochgearbeitet. Denn so lange (oder so kurz) wird der Hokkaido erst in Deutschland und Europa angebaut. Sein Name verrät schon, dass es sich bei dem Gemüse um keine einheimische Sorte handelt. Hokkaido ist der Name einer Insel in Japan. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden dort, aus Amerika eingeführte Kürbissorten angebaut, aus denen später schließlich der heute beliebte Hokkaidokürbis entstand. Besonders in der Übergangszeit sind gesunde und vitaminreiche Nahrungsmittel unentbehrlich. Und der Hokkaido ist eine Vitamin-Bombe: Vitamin A, B1, B2 und B6, Vitamin C und E sowie Eisen, Folsäure, Magnesium und Phosphor findet man Kürbis reichlich. Außerdem kann man ihn sehr lange lagern. Ist der Stielansatz noch unversehrt vorhanden, so hält er sich, sofern kühl und trocken aufbewahrt gut zwei Monate. Viele Gründe warum der Hokkaido einfach nur spitze ist!

Er ist einfach und unkompliziert in der Zubereitung und schmeckt gut. Besonders praktisch beim Hokkaido: die Schale ist essbar. Waschen, schneiden, kochen – fertig ist die Suppe! Naja, fast…ein paar Zutaten fehlen dann doch noch. Hier mein Rezept für eine leckere und schnell gemachte Kürsbissuppe:

 

Z U T A T E N :

    • 1 Hokkaido-Kürbis
    • 200g Knollensellerie
    • 4 große Möhren
    • 4-6 mittelgroße Kartoffeln
    • 1 große Zwiebel
    • 600gr Hähnchenbrustfilet
    • 1 Becher Sahne
    • 1 Becher saure Sahne
    • Gemüsebrühe
    • Öl (wahlweise Raps- oder Olivenöl)
    • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Paprika, Curry
    • ein großer Topf, Pürierstab

Z U B E R E I T U N G :

  1. Den Hokkaidokürbis gründlich waschen und abreiben, da die Schale mit verzehrt wird. Die anderen Zutaten ebenfalls waschen und abtrocknen. Nun werden Möhren, Kartoffeln, Sellerie geschält und in grobe Würfel geschnitten. Der Kürbis wird halbiert und entkernt. Die Fasern lassen sich prima mit einem Löffel herauslösen. Nun werden die Kürbishälften ebenfalls in grob Stücke geschnitten. Zum Schluss wird noch die Zwiebel zerkleinert.
  2. In einem großen Topf wird nun die Zwiebel scharf angebraten. Dann kommen die Kartoffel-, Möhren und Selleriestücken in den Topf und werden ebenfalls noch kurz mitgebraten. Nach 2-3 Minuten kommen die Kürbisstücken in den Topf. Kurz mitraten, umrühren und anschließend mit Gemüsebrühe aufgießen. Die Menge der Brühe richtet sich nach der Menge der festen Zutaten. Wichtig ist nur, dass das Gemüse im Topf mit Wasser bedeckt ist. Vereinzelt dürfen ein paar Gemüseteile auch aus dem Wasser schauen. Salzen und Pfeffern nicht vergessen.  un wird alles zum kochen gebracht. Nach dem Aufkochen, den Topf mit einem Deckel verschließen und die Suppe auf mittlerer Stufen ca. 20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.
  3. Während die Suppe vor sich hin köchelt, kann man in der Zwischenzeit das Hähnchenfleisch vorbereiten. Als Einlage reichen für vier Personen locker 600 Gramm Hähnchenbrustfilet. Bevor es losgeht werden die Filet erst einmal gewaschen und abgetrocknet. Auf einem frischen Brett (welches danach nicht noch einmal benutzt wird) werden die Hähnchenbrustfilets nun in kleine, mundgerechte Stücke geschnitten. In einer Schüssel vermische ich diese Stücke dann mit etwas Rapsöl, Salz, Pfeffer, Paprika- und Currypulver. Mengenangaben kann ich hier leider nicht geben, da Würzen mittlerweile bei mir nach Gefühl stattfindet. Alles reine Übungssache, also nur Mut!
  4. Jetzt darf man auch mal wieder in den Topf schauen. Am besten fischt man sich ein Stück Möhre und ein Stück Kürbis aus dem Topf. Mit einem Messer schneide ich beide Stückchen durch, um zu schauen ob alles gar ist. Ist das Gemüse schön weich, kann man es nun mit einem Pürierstab pürieren. Ich mach das immer relativ lange, da wir es alles schön cremig mögen. Ich bin mir sicher etwas gröber püriert schmeckt die Suppe auch sehr gut. Zu Schluss wird der Becher Sahne noch in den Topf gegeben und untergerührt. Deckel drauf und ab auf den Tisch.
  5. Wenn die Suppe fertig ist, wird das Fleisch gebraten. Den Inhalt der Schüssel in eine heiße Pfanne geben und scharf anbraten bis alles gar ist. In der Regel ist das Hähnchen nach wenigen wenigen Minuten durchgegart und servierfertig. Jetzt muss nur noch das Fleisch mit der Suppe auf dem Teller angerichtet werden und fertig ist die leckere Herbstsuppe! Wer mag kann noch einen Löffel saure Sahne dazu tun. Geröstete Kürbiskerne sind bestimmt auch eine nette Ergänzung, ich hab sie dummerweise vergessen…

G U T E N  A P P E T I T !

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